Amalia Gorge 25.08.2016

Nach einer kalten Nacht in El Questro sind wir richtig in Stimmung für die warmen Quellen von Zedebee. In wenigen Minuten haben wir den entsprechenden Parkplatz erreicht und uns schwant schon Böses, als wir einen Bus auf dem Platz sehen. Wir rechnen mit einem gut gefüllten Becken, gehen aber davon aus, dass es für uns schon noch ein Plätzchen geben wird. Der leichte Weg führt in wenigen Minuten zu den Quellen. Dabei passieren wir einen lauschigen Palmenwald, durch den kleine Bächlein fließen. IMG_9853_zedebe_springVogelgezwitscher und Schmetterlinge tun ihr übriges. Die warmen Quellen entpuppen sich als ein Bach, der quer durch den Wald fließt und kleine Wannen bietet, in denen sich allerdings bereits für uns zu viele Menschen tummeln.

 

Wir ziehen einen ruhigeren Platz vor und entscheiden uns für die Amalia Gorge, in der wir vermutlich allein sein werden. Sie ist mit 2,5 Stunden und Schwierigkeitsgrad 4 angegeben. Daher erwarten wir eine Wanderung entsprechend der Emma Gorge vom Vortag, welche ebenfalls mit 4 angegeben und leicht zu schaffen war. Amalia ist jedoch von Anfang an anspruchsvoller. Wir folgen einem ausgetrockneten Flussbett steigen dabei über große Steine. Immer wieder geht es über felsige Hindernisse, die recht hoch sind, dahin. Wir folgen dem Flussbett weiter und erreichen ein schönes Wasserbecken, das wir von einem erhöhten Felsen aus betrachten können. IMG_9902_amalia_dagmar_vorsprung Fische schwimmen darin herum und die umliegenden Felsen spiegeln sich in der Wasseroberfläche. Nach einer kurzen Pause geht es weiter zur Schlüsselstelle. IMG_9869_amalia_stefan_trinktHier haben wir mehrmals Stufen eines Wasserfalls zu bewältigen. Stefan trägt meinen Rucksack und zieht mich immer wieder über hohe Stufen. Im Anschluss wandern wir an einem kleinen Bach der Gorge entgegen. Und dann das Großereignis: Eine dunkelgraue Schlange, einen guten Meter lang, flitzt vor meinen Füßen über den Pfad und verschwindet im Gestrüpp. Ich bin völlig us am Hüsle und vermute nun an jeder Stelle eine weitere. Zehn  Minuten später haben wir dann ohne weitere Schlangensichtung das Ende der Amalia Gorge erreicht. Sie liegt ganz einsam. Ein großes Becken mit einem sehr glatten Einstieg liegt vor uns, das von Felsen und Palmen begrenzt wird. Leider fehlt auch hier der Wasserfall, aber das Wasser ist angenehm kühl und wir baden gerne nach der Anstrengung im Becken. DSCN1251_amalia_dagmarEin australisches Pärchen kommt dann doch noch vorbei und wir unterhalten uns ganz ungezwungen, wie es bei den Australiern üblich ist. Kurz nach Mittag machen wir uns auf den Rückweg und sind über den Schatten der Felswände froh, weil die Sonne kräftig auf uns herunter brennt. DSCN1274_amalia_dagmar_palmenDen Nachmittag lassen wir gemütlich im Campground angehen. Wir essen, duschen und kümmern uns um die Wäsche. Richtig campen halt.

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